Sonntag, 31. Januar 2010

Tag 6/7 Hoi An

Nach Nachtzug, Bus, Rikscha, haben wir uns gestern etwas Luxus gegönnt und ein Taxi gechartert das uns nach Hoi An bringt! Die Fahrt dahin war schon herrlich, über den Wolkenpaas mit herrlichen Aussichten vorbei an Da Nang und ab nach Hoi An. Klimatisiert und mit Ledersitzen lassen sich doch so 3 h Fahrt am besten aushalten!;-)

Da wir noch kein Hotel gebucht hatten haben wir unseren Fahrer gefragt der uns auch einiges gezeigt und erklärt hat von der Fahrt, ob er uns ein Hotel empfehlen könne. Für die Jungs natürlich gar kein Problem. Unsere Wünsche: 1. Ein vernünftiges Frühstück 2. Etwas außerhalb, unsere Lungen müssen doch erst mal wieder etwas Frischluft tanken bevor es weiter geht nach Saigon! Alles gar kein Thema, er hat uns ein spitzen Hotel besorgt, leider war nur noch die Suite frei, also gönnen wir uns mal was für 55 $!

Gegenüber wurde uns auch gleich das Restaurant empfohlen, da gab‘s dann erst mal „Hoi An Spezialitäten“. Keine Ahnung was wir gegessen haben, aber es war super lecker!!

Nach einem für vietnamesische Verhältnisse super Frühstück ging‘s dann mit den Hotel-Drahteseln (die Bezeichnung Fahrrad wäre dafür nicht ganz treffend) durch Hoi An. Eine wirkliche kleine schöne Stadt, in der wir auch mal etwas abschalten konnten und uns mal damit beschäftigt haben nicht nur in Pagoden und ähnliches zu Investieren, sondern in Klamotten. (@Anke: Bitte nun nicht mehr weiter lesen….) Hier ist das Mekka der Schneiderei und der Stoffe! Ein Laden nach dem anderen, nur Stoffe, nur Kleider, Anzüge, ganz egal! Man braucht auch nur ein Bild aus irgendeinem Katalog mitzubringen, den Stoff aussuchen (Baumwolle, mit oder ohne Polyester, Vietnamesische-Seide, Japanische-Seide und was weiß ich nicht noch alles, bunt, gestreift, bunt-gestreift) den Preis zu verhandeln und schon wird vermessen!

Von so viel gucken wird man natürlich hungrig. Also ab zu einer Garküche, kleine Straßenküchen wo man super lecker und günstig essen kann. Zum Glück sind wir mittlerweile so gut das wir auch mit Stäbchen um können, und nicht vor den vollen Pötten verhungern müssen! Was hier in Hoi An vielleicht auch besser ist. Neben an wurde nach einem Löffel gefragt…. Danach ging erst mal großes Gesuche los und nach einiger Zeit wurde aus einer hinteren Ecke ein Tupper-ähnliches Gefäß geholt in dem auch Besteck war. Wir machen es dann lieber auf die Vietnamesische Art, das „Dicke“ raus essen mit Stäbchen und die Suppe wird raus geschlürft! Klappt wirklich hervorragend!

Danach noch ganz gemütlich mit einer alten Holz-Dschunke über den hiesigen Fluss schippern lassen und einfach mal dem Klang des Diesel-Motors lauschen und die Landschaft genießen!

 

Thema Wetter: Zum Glück haben wir heute Morgen dran gedacht uns ordentlich mit Sonnenmilch einzucremen, sonst würden wir heute Abend wahrscheinlich als „Mega-Krebs“ auf einer Speisekarte auftauchen!

 

Samstag, 30. Januar 2010

Tag 4/5 Hue...

So, Hue haben wir hinter uns gelassen!

Gestern Abend nach dem Duschen gleich los in die City… Selten eine so richtig schöne häßliche Stadt gesehen! Also Hue hatte in unseren Augen nichts, die Stadt so ziemlich keinen Flair, und so langsam merkt man das im Süden immer schon ein bißchen mehr der Western Einzug gehalten hat! Die Läden sind größer, bunter, und hier haben sie auch erkannt das es Boxen gibt, Musik Boxen, also ich nenn sie lieber Boxen und nicht Musik-Boxen, weil das was da raus kam eigentlich nur laut war! Etwas gegessen und dann ab ins Hotel…

Der heutige Tag stand dann unterm dem Stern der Fuß-Lahmheit, wir hatten keine Lust mehr durch die Gegend zu laufen, also Rikscha gechartert und los ging’s 2 ½ Stunden durch Hue und die Sehenswürdigkeiten. Ok, es gab noch viele mehr, aber wir hatten Gott sei Dank nicht mehr Zeit. Die Eintrittspreise sind einfach 4x höher als in Hanoi, was wir uns allerdings noch nicht ganz erklären können, da alles viel runter gekommener ist als in Hanoi! Zudem versuchen sie hier einen einfach nur dauerhaft zu bescheißen und zu betucken! Es ist ja normal das man ein gewisses Maß an Vorsicht an den Tag legen muss in diesen Ländern, und auf Gewisse Dinge achten muss, aber Hue war da wirklich Hardcore!

Fazit: Wir haben’s gesehen und das Hotel hatte einen tollen Pool und eine tolle Dusche!;-) Leider gab‘s dafür zum Frühstück nur Obst Omelette und Suppe…

Freitag, 29. Januar 2010

Tag 5 Livitrans und Dong Ha

Nachdem wir 700 km im Livitrans zurück gelegt haben über Nacht, die nicht unbedingt zu den angenehmsten auf unserer Reise gehörten, trotz 1. Klasse, Soft Sleeper. Fühlten wir uns dann morgens wie frisch von der Rüttelplatte! Die Nacht war wieso nicht die längste da sie schon um 6:25 endete! Zudem scheinen „normale“ Touris nicht in Dong Ha aussteigen zu wollen. Zu mindestens brachten wir mit diesem Vorhaben die Schaffner ziemlich in Aufruhe, einer wurde von seinem Kollegen ziemlich unsanft wach-getreten, da erst mal Schlösser aufgeschlossen werden mußten um überhaupt die Türen öffnen zu können.

Dann wurden wir sofort von 4 Taxi Fahrern belagert die uns in alle Himmelsrichtungen gebracht hätten. Nachdem wir die los waren kamen die Mofa Fahrer… Aber sie hatten Glück, wir waren völlig genervt von Ihnen, hatten noch keinen Kaffee, aber wir haben Sie Leben lassen!!

Aber was tut man nicht alles dafür das Thorsten seinen Krieg bekommt….!!

 

Letztendlich schleppten uns dann doch 2 Mofa Fahrer nach Dong Ha City. Dort eine Tour gebucht in die DMZ (Demilitarisierte Zone=hier haben die heftigsten Kämpfe stattgefunden) und dann gabs erst mal Kaffee und Frühstück. Um kurz nach 8 gings dann los, 2 Mofas, 2 Kriegsveteranen, wir hinten drauf und los ging’s!  5 h lang Vietnam Krieg, Soldaten Gräber, Wiedervereinigungs-Brücke, Vietcong Tunnelsystem und Kriegsmuseum. Die beiden Veteranen haben das ganze sehr Interessant gestaltet! Wir hatten viel Spaß mit Ihnen und haben einiges über Nord und Südvietnam gelernt!

Viele Touris haben wir nicht getroffen unterwegs, das scheint wohl nicht zum Programm zu gehören….

 

Nun sind wir per Bus in Hue angekommen und langsam wird’s wärmer!! JA ES WIRD WÄRMER!!! ;-)) Wir haben nun so ca 25 Grad und ich hab schon eine runde im Pool gedreht der direkt vor unserem Hotel Zimmer ist! *JA-wir-spüren-grad-euren-Neid* ;-))

Tag 4 Halong - Hanoi - eigentlich Hue oder Thorsten und der Reiseführer...

Morgens noch fein Kajaki, dann Check out und zurück zum Hafen, genügend Zeit eben damit ich die Blog  Einträge mache und die Planung der nächsten Tage. Heute habe ich wirklich gelernt, entweder sollte Frau mal den kompletten Reiseführer lesen, nicht nur das was sie Interessiert, oder dem Manne nur die Seiten raus reißen die er lesen soll!

So nahm er sich den Reiseführer und was fand er…. Krieg! Klar, Krieg, was sonst! Dong Ha war damals im Vietnam Krieg der der größten Kriegs Schauplätze im Vietnam Krieg. Und natürlich steht sowas im Reiseführer und natürlich findet er sowas. Und NATÜRLICH gibt’s da auch noch was zu sehen! Und natürlich mussten die auch gleich schreiben das da noch Granat Splitter rum liegen können….

Tja, in 2 ½ Tagen 4 Städte und 400 km in Vietnam, mhhhh, jaaaa… Also, Tonne auf, Planung rein, Tonne zu, alles gut durchschütteln und mal gucken was geht.

Um  16:15 Uhr Ankunft zurück am Hotel, 18 Uhr mußten wir am Bahnhof sein um den Zug zu erreichen…. Wir wurden super freundlich Empfangen im Hotel mit der Frage ob wir noch duschen möchten. Sehr verlockend nach 3 h in so einem Mini Bus… Aber nein, einzige Chance um unsere Route hin zu bekommen, Inlandflug von Sonntag auf Montag umbuchen. Geschaut, ok, online buchen geht, umbuchen aber nicht. Also ab „mal eben um die Ecke“(O Ton Rezeption) zu Vietnam Airlines, fein wie bei einer gut-organisiertem Behörde Nummer ziehen, und warten…. Dann endlich dran. Leider tut man das wohl nicht oft in Vietnam. Zu mindestens wurde noch eine Dame gebraucht, nach 20 min hielt ich dann doch unsere Umbuchung in der Hand. Zurück zum Hotel jumpen, Gepäck mitnehmen und auf zum Bahnhof -> Dauer für eben umbuchen 70 min mit hin und zurück…

Dann in die Warte Halle des Livitrans. Ein wenig die Atmosphäre einer Schlachter-Halle mit orangen Lampen und unechten Blumen an der Decke.

Unser Zug ist angehängt an den Wiedervereinigungsexpress. Er ist wirklich Express! Also bestimmt genauso schnell wie unsere Regional Bahnen!! Nur das wir 1. Klasse fahren mit Betten in einer 4 Bett Kabine. Wenn ich die anderen Kabinen sehe bin ich auch ganz froh über unsere Entscheidung!

In unserer Kabine sind noch Franzosen. Aber die essen komische Dinge…. Ich denke hätte Thorsten das mitgebracht ich hätte es als Pansen ähnliches etwas in die Leckerlie-Kiste für den Wauzel getan!

Zudem will Thorsten alle Leute bescheißen! Er kommt mit den ganzen Nullen auf den Scheinen noch nicht so zu recht und versucht doch jedes mal aufs neue denen ein 10.000 als 100.000 zu verkaufen, oder 500 als 5.000. Er ist da aber auch sehr vehement und überzeugt, ich denke er wird’s vielleicht noch irgendwann schaffen! ;-)

Donnerstag, 28. Januar 2010

Water Puppet Show und Eindrück Hanoi

Dienstag Abend waren wir dann noch gemütlich Essen bei einem Vietnamesen „Little Hanoi Italien Restaurant" zum Glück wurde uns das vom Hotel empfohlen, alleine wären wir da nie rein gegangen!! Aber war wirklich gut!

Dann ab in die Wasser Puppen Show, wenn man in Hanoi ist, muss man das einfach gesehen haben! Für 40.000 VND pP (ca. 1,60 €) kann man das mal mitmachen! Eine alte Vietnamesische Tradition wo die Puppenspieler bis über die Knie im Wasser stehen um die Puppen zu Bewegen!

 

Hanoi war schon ein Erlebnis! Die ganzen Mopeds, auf denen übrigens alles Transportiert wird: Kühlschränke, Fernseher, kl. Schweine, ganze Familien (Papa, Mama und 2 Kinder). Zudem ist hier nicht alles nur auf Touri ausgelegt, hier gehen die Einheimischen einkaufen genauso wie die Touris. Hier sitz dann auch die ganze Familie abends vorm Laden, auf kleinen Plastik Schemeln und Futtern ihre Suppe die mitten drin zu bereitet wird!

Zudem gibt es hier noch viel Straßenweise die Verkäufe, die Straßen heißen auch zum Teil übersetzt, Schuhstraße, da gibt's dann eine Straße lang nur Schuhe, nächste Straße Handtücher, nächste Sonnenbrillen, eine Straße Schlosser….

Bei dem einem Bild bitte beachten, der Mann kauft sich gerade eine Wintermütze!! Und hat Handschuhe an!! Wir haben ca. 17 Grad, für uns wirklich angenehm zum akklimatisieren, und für die ist das der aller tiefste Winter! ;-)

Tag 3 Halong Bucht

Ab zur Halong Bucht, sehr berühmt und bekannt, da wo die Felsen aus dem Wasser Ragen! Sehr schön anzusehen, allerdings hat uns leider das Wetter etwas im Stich gelassen, es war etwas nebelig, aber trotzdem schön! Inklusive Übernachtung auf Schiff! Ein Schiff für ca 20 Personen, wir waren aber gesamt nur 14 und hatten schön viel Platz, eine kleine gemütliche Kajüte und super Essen gabs! Lecker Seafood, das haben die mal wirklich drauf hier.  Ein wenig Touri Höhlen gucken und Abends schön eine Dose Tiger Bier an Deck! Am nächsten morgen noch ein wenig Kajak fahren.

Das ganze Programm natürlich immer umgeben von 20 anderen Touri Schiffen, aber schön war‘s trotzdem! Man muss es einfach mal gesehen haben wenn man sich schon im Norden Vietnams rumtreibt!

Dienstag, 26. Januar 2010

Tag 2 in Hanoi

Gestern Abend um halb 12 sind dann auch schon unsere Rucksäcke eingetrudelt! Also doch noch alles neu kaufe heute! L

Unser Hotel ist wirklich super und ein Top Service. Hier die Aussen Ansicht, man achte auf die Verkabelung an der linken Seite….

Das Zimmer mit Ausblick auf den See und in den Innenhof

Der Frühstücksraum

Ok, Luxus ist was anderes, aber es ist sauber, wir sind mitten im Zentrum hier und alle super freundlich. Zum Frühstück gabs ein spezial riesen Brötchen und Omlette!

 

Dann sind wir los die Stadt erkunden. Ho Chi Minh Komplex und Mausoleum wo er aufgebahrt wird.

Da hieß es ruhig sein, kein Kameras und nichts mitnehmen und auch keine Hände in die Tasche stecken! Ich denke wenn man da drin die Kamera ausgepackt hätte wäre wahrscheinlich die nette Variante die gewesen das die Wachmänner einem ins Knie geschossen hätten, ansonsten wahrscheinlich gleich mit dem Dolch den die am Gewährt haben harpuniert!

Dann sind wir zu Fuß zum Literatur Tempel, das etwas länger wurde als gedacht, da wir uns doch erst mal ein wenig mit der Karten und Straßenführung auseinander setzten mußten!

Dann wollten wir unsere Tickets abholen die wir über einen Veranstalter gebucht hatten für unsere Zugfahrt… Ja, wir da wo wir sein sollten aber das Büro nicht mehr… Klunker angerufen „mhh, ja, ich telefoniere mal, meld mich gleich wieder!" nur gut das wir für 3 € ne Vietnam Sim Karte geholt haben… „Verdammt, die haben schon wieder Office gewechselt, eiuch holt in ein paar Minuten jemand ab", nach 30 min war meine Deutsch-auf-Vietnamesisch-Getrimmte Geduld dann doch langsam zuende. Erneut angerufen „Hömma, was sind bei dir genau ein paar Minuten?" „Ich rufen in 2 Deutschen Minuten zurück" „Whaaa, die machen mich bekloppt hier, guckt mal ob ihr in dem Gebäude einen Raum 608 findet, da soll jetzt das Büro sein…." Uns beruhigt nur das auch ein Deutscher der hier lebt nicht immer mit den Gepflogenheiten so klar kommt… ;-) Nun haben wir auch unsere Zugtickets!

 

Dann zurück ins Hotel, wo ein Guide auf uns gewartet hat! Mit dem erst mal los, Lunch Time, in einem Vietnamesischem Restaurant. Lecker!! Einfach lecker, eine Suppe, mit Hack und Nudeln zum rein machen, super! Und kleine Birds gabs da auch…. Ganze!! Mich beruhigte nur das er die GANZEN Hühner Füße in seinem Salat nicht gegessen hat! Dann noch Gefängnis anschauen, Tickets für das Wasserpuppen Theater gekauft. Dann durfte er wieder gehen, der schlurfte sowas von durch die Gegend, so gut bekomm ich das noch nicht mals hin! Zudem in einem Tempo wo Oma auch locker wäre mitgekommen. Ne, da können wir auch ohne Aufpasser durch die Gassen gucken.

 

Morgen früh um 8 Uhr geht's los gen Halong Bucht, eine Nacht auf Schiff, Donnerstag dann zurück mittags nach Hanoi und dann mit dem Nachzug nach Hue, ich denke vor frühestens Freitag werdet ihr erstmal nichts mehr von uns lesen!